Last Updated: 18.02.2020

Das Reisen mit dem Surfbrett kann ein echter Alptraum sein. Hier erfährst du, wie du das Drama des Fliegens mit einem Board vermeiden kannst und gleichzeitig ein wenig Geld sparst.

Surfbretter sind im Gegensatz zu Skateboards oder sogar Snowboards berüchtigterweise unhandliche Dinge zum Reisen. Sie sind sperrig, sie sind schwer und das Schlimmste von allem… sie sind zerbrechlich. Traumatisch, wenn man aus einem 13-Stunden-Flug aussteigt und darauf wartet, sein Board entgegen zu nehmen, nur um zu sehen, dass es wie ein gefalteter Liegestuhl herauskommt. Da können denjenigem, der sein Board ins Herz geschlossen hat, schon mal die Tränen in die Augen schießen.

Muss ich mit einem Surfbrett reisen?

Die gute Nachricht ist, dass du das Reisen mit deinem Surfboard zu einem absoluten Vergnügen machen kannst. Hierfür müssen nur ein paar Maßnahmen getroffen werden. Aber bevor wir anfangen, halten wir es für wichtig, dir zu sagen, dass das Reisen mit einem Surfbrett für viele Menschen vielleicht nicht notwendig ist. Du planst einen Surfurlaub im Ausland uns bist noch Anfänger? Warum mietest du dir dann nicht einfach ein Brett an deinem Reisezielt?

Besser noch, organisiere deinen Aufenthalt bei Rapture und wir stellen dir ein hochwertiges Surfbrett ohne Aufpreis zur Verfügung. Du möchtest dich von deinem Glasfaster-Stolz nicht trennen? Du sammelst liebend gerne Flugmeilen? Dann lies gerne weiter. Denn hier erfährst du, wie du das Reisen mit einem Surfbrett in 6 einfachen Schritten leichter machen kannst.

Schritt 1: Fliege mit einer surfboardfreundlichen Fluggesellschaft

Surfer friendly airline
Es lohnt sich, ein bisschen mehr zu bezahlen, um mit einer Fluggesellschaft zu fliegen, die einen guten Ruf bezüglich des Transports von Surfbrettern hat.

Wir träumen von einer Zeit, in der jede Fluggesellschaft die Surfer mit offenen Armen empfängt. Eine Zeit, in der unsere Surfbretter vom Bodenpersonal wie Neugeborene behandelt werden. Bis dieser Tag kommt, muss man allerdings eine kluge Wahl treffen. Der Hauptgrund dafür ist, dass einige Fluggesellschaften zwar großartig sind, die große Mehrheit von ihnen aber ziemlich schrecklich.

Wähle eine Fluggesellschaft wie Qantas in Australien, Aer Lingus in Irland, Emirates in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Iberia Airlines in Spanien. So lässt du dein Surfbrett entweder umsonst oder nur für einen kleinen Betrag mehr fliegen. Wählst du so ziemlich jede andere Fluggesellschaft, kannst du damit rechnen, dass du für das Mitnehmen deines Surfboards extra Gebühren zahlen musst. Wir sprechen von Beträgen von und bis zu über 100 € allein für eine Flugrichtung. Absolute Abzocke, wenn du uns fragst.

Außerdem werden die meisten Fluggesellschaften das Geld für Schäden, die während des Fluges entstehen, nicht aufbringen. Das bedeutet mysteriöse Dellen, Dings, und sogar das Snappen deines Surfbretts geht auf dich zurück. Denken daran, wenn du das nächste Mal wenn du mit deinem Surfboard verreist. Denn in dieser Situation hilft dir weder Fluchen noch wildes Gestikulieren.

Schritt 2: Packe ein Board für alle Bedingungen

Man with a surfboard walking down the beach
Seien wir uns ehrlich: du wirst keine Mavericks surfen. Ein Board, das einfach zu paddeln ist und Spaß macht, ist was du brauchst.

Ist es in einer Welt, in der wir immer mehr, mehr, mehr wollen, nicht erfrischend zu wissen, dass es Surfbretter gibt, die alles können? Dies bedeutet, dass du als durchschnittlichen Surfer bei deiner nächsten Reise nur ein Surfbrett mitnehmen musst.

Mehrere Surfbretter sind perfekt geeignet, wenn du in die Wildnis Indonesiens wanderst. Nämlich dann, wenn du planst, dreifache Overhead-Nias zu surfen und 3 Monate lang von Reis und Fisch zu leben. Es ist auch okey, wenn du vorhast, auf deiner Reise ein paar Bretter zu verkaufen. Beispielsweise um deinen nächsten Trip zu finanzieren. Solltest du jedoch auf Surfbrettern mit geringfügigen Abweichungen in den Abmessungen keine besseren oder schlechteren Leistungen erbringen, spare dir den Ärger.

Nimm dir deshalb ein gutes Surfbrett, das unter den vorherrschenden Bedingungen funktioniert, unter du voraussichtlich surfst. Das bedeutet nicht zu lang und nicht zu kurz, mit Abmessungen, die die perfekte Balance zwischen Funktion und Spaß bieten. Auf diese Weise sparst du nicht nur bares Geld, sondern bist auch fähig, dein Boardbag für kürzere Strecken zu tragen.

Schritt 3: Wähle das richtige Boardbag

Broken surfboard on the beach
Es ist um einiges schlimmer, wenn dein Board während des Transports gesnapped wrd, als wenn du es in den Wellen brichst. Am besten ist natürlich, wenn es überhaupt nicht bricht.

Boardbags gibt es in allen Formen, Größen und Materialien. Aber keine Panik, wir helfen dir bei der Auswahl. Hier sind die wichtigsten Funktionen, die das Reisen mit einem Surfboard einfacher machen.

Zunächst möchtest du einen Boardbag, der zu deinem Board passt. Zu groß und es wird ungeschickt zu handhaben sein, zu klein und das Board passt nicht hinein. Nichts neues dazu.

Zweitens, hab keine Angst, dich ein wenig zu verwöhnen. Ein Boardbag von besserer Qualität ist das Geld wert. Allem voran, wenn ein Surfbrett, das selbst über € 600 wert ist, darin transportiert wird. Entscheide dich schließlich für eine Boardbag mit Rädern. Im Vergleich zur Option ohne Räder sind sie das Beste seit der Erfindung der Glühbirne.

Zusätzlich möchtest du auch ein Boardbag, in das du deinen Neopren und deine Surfausrüstung unterbringen kannst. So hast du in deinem Rucksack oder Koffer mehr Platz für das Nötigste. Eine Surfboardsocke lohnt sich auch für Tagesausflüge. Es ist besser, als deinen gesamten Boardbag überall hin mitzunehmen. Du kannst die Socke sogar Schlafsack verwenden, solltest du einmal frieren.

Schritt 4: Entfernen das Wachs vom Board

Man putting wax on his surfboard
Es ist echt nicht schwer, neues Wachs auf dein Board aufzutragen und eine frische Schicht tut niemandem weh.

Ein gewachstes Surfbrett kann dazu führen, dass das Innere deines Boardbags wie das gröbste Käsesandwich aussieht. Warum entfernen dann manche Leute ihr Wachs nicht vor dem Verpacken? Und das, obwohl sie Übersee fliegen?

Wir sind uns nicht ganz sicher, aber du wirst überrascht sein, wie viele Menschen auf diesen einfachen Schritt verzichten. Es ist, als wollten sie das Wachs überall auf ihrem Neoprenanzug und im Inneren des Boardbag zusammenkleben lassen. Komm schon Leute … es ist echt nicht schwer, das Wax abzuziehen. Es benötigt lediglich etwa 10 Minuten deiner Zeit, etwas heißes Wasser und einen Wachskamm.

Möglicherweise fliegst du in eine Surfdestination, die ein anderes Wachs erfordert, als das, das ohnehin bereits auf deinem Board ist. Spar dir also das Chaos und zieh das Wax vom Board. Es könnte zwischen einem fantastischen Start deines Surf-Trips und einem Horror-Start entscheiden. Denn niemand möchte versuchen unzählige Fasern aus den Waxklümpfchen auf dem Surfboarf zu entfernen.

Schritt 5: Verwende Luftpolsterfolie, Rohrisolierung und Isolierband um dein Board zu sichern

Bubblewrap
Sag Hallo zu Seńor Bubblewrap. Der neue beste Freund deines Boards.

Eines der nervigsten Dinge beim Reisen mit dem Board nach ein paar Flügen so auszusehen, als wärst du in einen Hagelsturm gekommen. Risse, Beulen und Cracks, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen und dein ehemals weißen Brett in einen gelb gefleckten Dalmatiner verwandeln.

Du denkst vielleicht, dass dies nur eine unvermeidliche Folge des Reisens mit Ihrem Surfbrett ist. Etwas, das garantiert passiert. Egal wie oft du die Dame am Check-in-Schalter darum bittest sich besonders gut um dein Herzstück zu kümmern. Aber was wäre, wenn wir dir sagen würden, dass du dein Surfbrett vor den Strapazen des Flugverkehrs schützen können? Ja, du kannst. Mit Luftpolsterfolie, Rohrisolierung und Klebeband. Nicht mehr, nicht weniger.

Schneide einfach einen horizontalen Schnitt in die Rohrisolierung und schiebe ihn dann auf die Rails deines Boards. Wickle dann das gesamte Board in ein paar Schichten Luftpolsterfolie. Gerne kannst du um die Nose und das Tail ein Handtuch legen. Das bietet etwas zusätzlichen Schutz. Befestige anschließend alles mit Klebeband. Nun kannst du dir getrost auf die Schulter klopfen. Dein Board sieht aus wie Tutanchamun, wenn er von einem Blinden mumifiziert wurde. Aber dafür ist es fertig für das Boardbag.

Schritt 6: Packe es ein, wiege es und mach dich bereit, mit deinem Surfbrett zu reisen

Two surfers walking down beach
Mit dem Surfboard richtig zu reisen macht sich spätestens dann bezahlt, wenn du endlich am Strand ankommst.

Nun zum lustigen Teil. Lege dein Surfboard in den Boardbag. Achte dabei darauf, dass es sitzt, ohne zu fest gegen die Seiten zu drücken. Wenn du zufrieden bist, lege deinen Neoprenanzug, dein Handtuch und alle Kleidungsstücke, die du packst, über das Deck.

Befestige dann dein Board mit den Riemen im Boardbag an der Tasche. Dies verhindert, dass alles herumschlurft, während es von gleichgültigen Gepäckabfertigern vom Förderband über den Asphalt zum Frachtraum geworfen wird. Nachdem es sicher befestigt ist, schlichte die Finnen, die zusätzliche Leash und die restliche Surfboardausrüstung in den freien Platz.

Da nun dein Board und alle anderen Gegenstände friedlich im Boardbag koexistieren, ist es Zeit dieses gut zu verschließen. Bevor die Reise jedoch los geht, ist es wichtig nun das gesamte Ding zu wiegen. So weißt du, ob alles den Gewichtsbeschränkungen entspricht. Oder ob sich dein eifersüchtiger Freund ebenfalls im Boardback versteckt, um gratis mitzureisen.

Du benötigst weitere Informationen darüber, wie du mit deinem Surfbrett reisen oder ein Surfcamp buchen kannst? Wende dich noch heute an das Team von Rapture Surfcamps!